Das Gehalt sei nur selten ein Kündigungsgrund, erklärt die Karriereexpertin Karin Volbracht und nennt fünf Argumente, warum richtig gute Mitarbeitende wirklich kündigen.

Die häufigsten Argumente, warum gute Team-Mitglieder das Unternehmen verlassen, hängen vor allem mit den Vorgesetzten und enttäuschten Erwartungen zusammen. Einerseits fehle es auf Managementebene oft an Dankbarkeit, andererseits sorgen aber auch viele Entscheidungen und Handlungen der Chefinnen und Chefs für Unverständnis bei den Mitarbeitenden, erklärt die Expertin. Talente würden selten ein Unternehmen, sondern vor allem ihre Führungskräfte verlassen.

 

1. „Ich gebe alles und höre nicht einmal ein Danke.“
„Neben ihrem Fachwissen und Sozialkompetenzen ist es das überdurchschnittliche Engagement, was richtig gute Mitarbeitende von anderen unterscheidet: Extrastunden, Extragedanken, Extraleistung“, so Volbracht. All diese „Extras“ geben motivierte Menschen gern. „Der Frust kommt, wenn es an Wertschätzung dafür fehlt – nicht nur beim Gehalt, sondern auch an Feedback und Anerkennung“, ordnet sie ein.

 

2. „Ich kann meine Vorgesetzten nicht ernst nehmen.“
Kündigungen hängen laut der Karriereberaterin oft mit den jeweiligen Vorgesetzten zusammen: „Wenn ein guter Mitarbeiter kein Gehör findet oder regelmäßig Ungerechtigkeiten und Inkompetenz und Ideenklau erlebt, dann ist die Kündigung irgendwann der Ausweg“, so Volbracht. „Auch Vorgesetzte, die nach oben buckeln und nach unten treten, zermürben motivierte Menschen“, fügt sie mahnend hinzu.

 

3. „Mir ist langweilig. Ich kann mich nicht entwickeln.“
Neben dem Burnout durch zu viele Extraleistungen gibt es auch den sogenannten Boreout, das Leiden unter Langeweile und Unterforderung. „Gute Mitarbeiter wünschen sich Freiräume, Herausforderungen und Rückenwind für ihre berufliche und persönliche Entwicklung“, so Volbracht. „Wenn diese Möglichkeiten nicht gegeben sind, wird es ihnen schnell zu eng“, weiß die Karriereberaterin.

 

4. „Das passt für mich einfach nicht.“
„Auch wenn im Unternehmen eigentlich alles ganz okay ist, kann es einfach nicht passen“, erklärt Volbracht. „Vielleicht stimmen die Jobinhalte und Verantwortungen nicht mit den eigenen Vorstellungen überein. Vielleicht ändern sich auch die eigenen Interessen und Schwerpunkte. Und vielleicht ist auch die Kultur im Unternehmen nicht so, wie versprochen oder erwartet“, so die Karriereberaterin.

 

5. „Ich habe etwas Besseres.“
Oft kommen mehrere der vorherigen Gründe zusammen, bis sich richtig gute Mitarbeitende für Alternativen interessieren. „Wenn sich dann tatsächlich die Tür für einen neuen, besseren Job öffnet, fällt die Entscheidung meistens schnell und leicht“, so Volbracht. Ein höheres Gehalt sei ihrer Erfahrung nach immer nur einer von mehreren wichtigen Faktoren. „Es geht auch um Sinn, Freude, Anerkennung und Entwicklung.“

 

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