{"id":12370,"date":"2021-06-29T06:30:16","date_gmt":"2021-06-29T04:30:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.eckert-seminare.ch\/?p=12370"},"modified":"2021-04-27T16:05:58","modified_gmt":"2021-04-27T14:05:58","slug":"ikigai-das-japanische-prinzip-um-ihre-mitarbeitenden-zu-motivieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.eckert-seminare.ch\/fr\/ikigai-das-japanische-prinzip-um-ihre-mitarbeitenden-zu-motivieren\/","title":{"rendered":"Ikigai \u2013 das japanische Prinzip um Ihre Mitarbeitenden zu motivieren"},"content":{"rendered":"<p><strong>Dieses Prinzip hilft Chefs, Mitarbeitende f\u00fcr ihren Job zu begeistern. <\/strong><strong>Ein hochmotiviertes Team, das f\u00fcr die Arbeit brennt &#8211; w\u00e4re das nicht ein Traum? Mit dem japanischen Ikigai-Prinzip k\u00f6nnen Sie genau das erreichen. Und auch sich selbst zufriedener stimmen.<\/strong><\/p>\n<p>Wof\u00fcr stehen Sie morgens auf? Um Geld zu verdienen? Weil man nun mal morgens aufstehen muss? Oder weil Sie jeden Tag daran arbeiten, Ihren Traum zu verwirklichen?<\/p>\n<p>Wer \u00fcber diese Frage l\u00e4nger nachdenken muss, sollte sich mit Ikigai besch\u00e4ftigen: ein traditionsreiches japanisches Prinzip, bei dem es darum geht, das zu finden, wof\u00fcr man wirklich brennt \u2013 und diese Leidenschaft mit seinem Beruf zu verbinden. Das kann nicht nur Unternehmer zufriedener machen, sondern auch Mitarbeitern helfen, einen Sinn in ihrer Arbeit zu erkennen, und ihnen einen Motivationsschub geben.<\/p>\n<p>F\u00fchrungscoach Joachim Wolbersen wendet das Ikigai-Prinzip regelm\u00e4\u00dfig in Coachings an. Ein Gespr\u00e4ch dar\u00fcber, wie Chefs Ikigai f\u00fcr die Mitarbeitendenf\u00fchrung nutzen k\u00f6nnen, wie man sein Ikigai findet und was das Prinzip mit einem langen Leben zu tun hat.<\/p>\n<p><strong>impulse: Herr Wolbersen, was genau ist Ikigai?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Joachim Wolbersen:<\/strong>\u00a0Es ist, etwas boshaft gesagt, mehr als dieses esoterische \u201eFinde zu dir selbst\u201c. \u201eIki\u201c hei\u00dft auf Japanisch Leben und \u201egai\u201c Schale. Japaner denken viel in Symbolen, und die Schale ist ein Symbol f\u00fcrs Leben. Ikigai hei\u00dft also quasi: Was f\u00fcllst du in deine Schale, womit f\u00fcllst du dein Leben?<\/p>\n<p><strong>Das klingt schon ein bisschen esoterisch.<\/strong><\/p>\n<p>Die Idee ist ziemlich bodenst\u00e4ndig und pragmatisch. Es geht darum, das zu finden, was einen wirklich zufrieden macht, womit man aber auch Geld verdient und was anderen Menschen etwas n\u00fctzt. Eigentlich kennen viele schon ihr Ikigai. Sie nehmen sich nur zu wenig Zeit, dar\u00fcber nachzudenken.<\/p>\n<p><strong>Wie findet man sein Ikigai?<\/strong><\/p>\n<p>Nicht von heute auf morgen. Man muss durch Reflexion nach und nach herausfinden, was einem Freude bereitet, worin man aufgeht. Ein Beispiel: Wenn jemand unheimlich gut darin ist zu zeichnen, er das liebt und dabei die Zeit vergisst, dann ist das Zeichnen seine Passion. Aber: Er kann wundersch\u00f6ne Bilder zeichnen und trotzdem verhungern. Deshalb sollte er das Zeichnen mit einer anderen Idee verbinden, mit der er Geld verdient. Vielleicht wird er Theatermaler.<\/p>\n<p><strong>Und damit hat er sein Ikigai gefunden?<\/strong><\/p>\n<p>Noch nicht. Wenn man etwas gefunden hat, das man liebt, gut kann und wof\u00fcr man bezahlt wird, sollte man sich die Frage stellen: Braucht die Welt das? Mache ich die Welt dadurch ein bisschen besser? Dann findet der Zeichner vielleicht sein Ikigai darin, anderen Menschen beizubringen, Freude durchs Zeichnen zu bekommen. Indem er zum Beispiel Volkshochschulkurse gibt.<\/p>\n<p><strong>Wie k\u00f6nnen Unternehmer das Prinzip auf ihre Firma \u00fcbertragen?<\/strong><\/p>\n<p>Sie sollten ihre Mitarbeitenden aktiv auffordern, die Frage zu beantworten: Was macht mir am meisten Freude? Und gibt es da eine Verbindung zu dem, was dieses Unternehmen macht?<\/p>\n<p><strong>Aber wenn die Mitarbeitenden feststellen, dass keine Verbindung gibt, verlassen sie wom\u00f6glich die Firma.<\/strong><\/p>\n<p>Entweder man ist sie schnell los, oder die Mitarbeitenden sagen: \u201eDas eine ist Arbeit, das andere ist privat.\u201c Oder sie finden eben doch eine Verbindung, wie sie ihre Leidenschaft im Unternehmen anwenden und umsetzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Wie zum Beispiel?<\/strong><\/p>\n<p>Bei einem meiner Strategieworkshops war ein Vertriebsmitarbeiter eines gro\u00dfen Elektronikh\u00e4ndlers. Wir haben das Thema Ikigai lange bearbeitet. Er stellte dabei fest: Was ihm totale Freude bereitet, ist, \u00fcber Zahlen, Daten und Fakten nachzudenken, mit Excel zu arbeiten. Am Ende des Workshops war klar: Er beherrscht zwar die Rolle als Vertriebler, aber wirklich Spa\u00df macht ihm etwas anderes. Er hat dann mit dem Unternehmen einen Wechsel in einen anderen Bereich vereinbart. Da ist er total gl\u00fccklich und leistet tolle Arbeit. Dieses Gef\u00fchl von tiefer Zufriedenheit, darum geht es.<\/p>\n<p><strong>Damit Mitarbeitende ihr Ikigai mit der Arbeit verbinden k\u00f6nnen, ist es sicher auch hilfreich, wenn<\/strong>\u00a0<strong>Unternehmer ihnen die Vision der Firma vermitteln: Warum gibt es dieses Unternehmen? Was bringt es der Welt?<\/strong><\/p>\n<p>Ja, ich w\u00fcrde aber noch einen kleinen Schritt weitergehen: Unternehmer sollten auch die Mitarbeitenden fragen: \u201eWas denkst du, welchen Mehrwert wir bieten?\u201c Sie haben vielleicht Mitarbeitende, die sagen: \u201eWir machen die sch\u00f6nsten, hochwertigsten T\u00fcrklinken. Aber die Welt machen wir damit nicht besser. Vielleicht gelingt uns das mit anderen Produkten.\u201c Und dann entsteht etwas tolles Neues daraus.<\/p>\n<p><strong>Welche Erfahrungen haben Sie als Coach mit dem Ikigai-Prinzip noch gemacht?<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe gerade ein einj\u00e4hriges Coaching-Projekt mit jungen F\u00fchrungskr\u00e4ften abgeschlossen. Da war das Prinzip die Grundlage, mit der wir angefangen haben.<\/p>\n<p><strong>Also hat jeder erstmal f\u00fcr sich die Frage beantwortet, was sein Ikigai ist, wof\u00fcr er brennt?<\/strong><\/p>\n<p>Genau. Ich hatte das gro\u00dfe Gl\u00fcck, dass deren Unternehmen sehr offen war: Der Auftraggeber sagte, wenn ich feststelle, dass ich den F\u00fchrungskr\u00e4ften eine andere Aufgabe geben muss, kann ich das tun. Ich habe sechs Leute betreut, zwei haben heute eine andere Rolle im Unternehmen: Einer ist aus der F\u00fchrungsposition in eine Fachreferentenstelle gewechselt. Der zweite hat ein anderes Themenfeld \u00fcbernommen, das ihm mehr Freude bereitet.<\/p>\n<p><strong>Manche Forschende sehen einen Zusammenhang zwischen dem Ikigai-Prinzip und der Tatsache, dass in bestimmten Regionen Japans Menschen \u00fcberdurchschnittlich alt werden. Was steckt dahinter?<\/strong><\/p>\n<p>Wiederum eine alte Idee: Man tut das, was man gerne tut, und l\u00e4sst sich nicht einschr\u00e4nken durchs Alter. Auf der japanischen Insel Okinawa gibt es zum Beispiel Karatelehrer, die \u00e4lter als 100 Jahre sind. Sie haben ihr Leben lang trainiert und sich dadurch die Gesundheit erhalten. Karate zu lehren, ist ihr Ikigai. Au\u00dferdem werden alte Menschen auf Okinawa sehr gut in ihre Familie eingebunden.<\/p>\n<p><strong>Das hei\u00dft?<\/strong><\/p>\n<p>Fr\u00fcher hat Oma mit 80 nicht im Altenheim gesessen. Sie hat Kartoffeln gesch\u00e4lt und auf die Kinder aufgepasst. Sie f\u00fchlte sich gebraucht und gewollt, war ein wichtiger Bestandteil der Familie. Sie musste nicht mehr mit aufs Feld, sondern hat sich um Dinge gek\u00fcmmert, die sie k\u00f6rperlich gut bew\u00e4ltigen konnte und gerne tat. Das ist heute in Europa etwas verlorengegangen, alte Menschen werden nicht mehr so stark mit einbezogen. Auf Okinawa, wo viele Menschen sehr alt werden, ist das erhalten geblieben.<\/p>\n<p>M\u00f6chten auch Sie Ihr Ikigai finden? Wir helfen Ihnen gerne dabei. <a href=\"http:\/\/www.eckert-seminare.ch\/fr\/\">www.eckert-seminare.ch<\/a> \u2013 F\u00fcr mehr Erfolg!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.xing.com\/news\/articles\/link\/3761054?ctid=WyI4ZjI0ZTY1MC0xYTE4LTQ3NDMtOGJkZC1lOGFmNWUxYjY5NWYiLCKOMzMwIixbMzc1NTEzMCwzNzYxMDUwLDM3NjEwNTRdLCJ3ZWVrZW5kIixudWxsLG51bGxd&amp;link_position=front_page&amp;sid=6329764.62f444&amp;xng_share_origin=iphone$\">Quelle<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieses Prinzip hilft Chefs, Mitarbeitende f\u00fcr ihren Job zu begeistern. 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