{"id":12531,"date":"2021-07-29T06:30:25","date_gmt":"2021-07-29T04:30:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.eckert-seminare.ch\/?p=12531"},"modified":"2021-07-14T09:28:33","modified_gmt":"2021-07-14T07:28:33","slug":"warum-fuehrungskraefte-ihr-team-mit-empathie-leiten-sollten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.eckert-seminare.ch\/fr\/warum-fuehrungskraefte-ihr-team-mit-empathie-leiten-sollten\/","title":{"rendered":"Warum F\u00fchrungskr\u00e4fte ihr Team mit Empathie leiten sollten"},"content":{"rendered":"<p>Es gibt Situationen in Unternehmen, die spielen sich wie folgt ab: \u201eWenn es mit der neuen Produktgeneration in einem Jahr nichts wird, dann machen wir euren Bereich dicht und kaufen ein Unternehmen zu!\u201c Das waren die Worte des\u00a0CEO, bevor er abrauschte und ein desolates, frustriertes Team hinterlie\u00df.<\/p>\n<p>Ein Jahr war schon um, der Fortschritt weit hinter Plan, die abstrus hoch gesteckten Anforderungen kaum zu bew\u00e4ltigen. Doch was sollte das jetzt? Der*die CEO tickte doch nicht mehr richtig. Dabei h\u00e4tte er ahnen k\u00f6nnen, dass der Schuss nach hinten losgeht.<br \/>\nSeine Angst und seinen \u00c4rger geradeheraus am Team auszulassen, erwies sich als Bumerang. Wesentlich kl\u00fcger w\u00e4re es gewesen, zu ersp\u00fcren, was um ihn herum los ist, und so zu reagieren, dass das Team ihm emotional gewogen bleibt \u2013 oder anders ausgedr\u00fcckt: Empathie walten zu lassen.<\/p>\n<p><strong>Wozu?<\/strong><\/p>\n<p>Auf einen einfachen Nenner gebracht, bedeutet Empathie in der\u00a0F\u00fchrung, die eigenen Mittel so zu w\u00e4hlen, dass Mitarbeiter*innen, die folgen sollen, sich in vertrauensvoller Verbundenheit auf<br \/>\ndie gew\u00e4hlte Richtung einlassen.<\/p>\n<p>Der Vorteil liegt auf der Hand und ist von der Neurobiologie wissenschaftlich belegt: Menschen brauchen eine Umgebung des Vertrauens, der Zugeh\u00f6rigkeit und der N\u00e4he, um ihr volles Engagement abzurufen, um mitzugestalten, sich zu entwickeln und am Ende vielleicht sogar \u00fcber sich hinaus zu wachsen.<\/p>\n<p>In einer Atmosph\u00e4re von Anspannung, Druck, emotionaler K\u00e4lte oder gar Einsch\u00fcchterung bleibt all das auf der Strecke. Mitarbeitende werden zu Befehlsempf\u00e4nger*innen und Pflichterf\u00fcller*innen, sind nur halbherzig dabei oder suchen ganz das Weite.<\/p>\n<p><strong>Empathie ist kein Weichsp\u00fcler<\/strong><\/p>\n<p>Es ist eine kluge Entscheidung, auf Empathie zu setzen, denn darin steckt ein klarer und nachweisbarer unternehmerischer Vorteil \u2013 entgegen der landl\u00e4ufigen Meinung, das sei weichgesp\u00fclte Gef\u00fchlsduselei \u00e0 la \u201eWir haben uns alle lieb\u201c, die im harten Wirtschaftsleben nichts zu suchen habe. Das Verhaltensspektrum empathischer\u00a0F\u00fchrung\u00a0reicht von dem\u00fctiger Handreichung und Unterst\u00fctzung bis hin zu knallharter Richtungsweisung und Taktvorgabe, je nach Situation und emotionaler Befindlichkeit der Mitarbeiter*innen. Keinesfalls geht es darum, Everybody\u2019s Darling zu sein und sich damit zum Spielball der Umst\u00e4nde und der Bed\u00fcrfnisse anderer zu machen.<\/p>\n<p>\u201eFakten bringen zum Denken, Emotionen bringen zum Handeln\u201c, lautet die alte Weisheit, die das Geheimnis der Wirkung von Empathie auf den Punkt bringt. Die eigentliche Triebfeder unseres Handelns sind unsere Gef\u00fchle, nicht unser Kopf. Alle, die schon einmal mit dem Rauchen aufh\u00f6ren, mehr Sport machen oder abnehmen wollten, und es dann doch nicht getan haben, wissen das.<\/p>\n<p>Dieter Lederer ist Ver\u00e4nderungsexperte. Er verhilft Unternehmen in Zeiten rapiden Wandels zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil: gelingende Transformation \u00a9Lederer<\/p>\n<p>Sich darin einzuf\u00fchlen, wie es Mitarbeiter*innen geht, und das im eigenen Reden und Handeln widerzuspiegeln, f\u00fchrt zu emotionaler Verbundenheit und folglich zu Handlungs-Energie \u2013 sowie zum Ausbrechen aus der dysfunktionalen Rationalit\u00e4ts-Doktrin der Wirtschaft, die sich \u00fcber die letzten beiden Jahrzehnte hinweg selbst ad absurdum gef\u00fchrt hat.<\/p>\n<p><strong>Wie geht Empathie?<\/strong><\/p>\n<p>Wer sich f\u00fcr andere \u00f6ffnen will, m\u00f6ge bei sich selbst beginnen. Sich selbst zu sp\u00fcren, ist essenziell daf\u00fcr, andere zu sp\u00fcren. Das Augenmerk gilt dabei den unwillk\u00fcrlichen Reaktionen, die quasi automatisch und ungefiltert aus dem R\u00fcckenmark kommen. Sie fu\u00dfen auf Werten und \u00dcberzeugungen, die der einzelne Mensch im Lauf seines Lebens erworben hat. Mal sind diese n\u00fctzlich, in anderen Situationen wiederum sch\u00e4dlich, wie die Drohgeb\u00e4rden des CEO im obigen Beispiel zeigen.<\/p>\n<p><strong>Bei sich<\/strong><\/p>\n<p>Diese Zusammenh\u00e4nge transparent zu machen, hat einen doppelten Effekt: Einf\u00fchlung in sich selbst zu entwickeln und das eigene Verhalten besser steuern zu k\u00f6nnen. Die folgenden drei Schritte f\u00fchren zur Einf\u00fchlung in sich selbst:<\/p>\n<ul>\n<li>Das eigene Verhalten und Gef\u00fchle beobachten: Wie reagiere ich in welchen Situationen? Welche Gef\u00fchle stecken dahinter und wovon werden diese ausgel\u00f6st? Basisgef\u00fchle: Freude, \u00dcberraschung, Vertrauen, \u00c4rger, Angst, Trauer, Ekel, Scham, Schuld.<\/li>\n<li>Die Werte freilegen, die die Gef\u00fchle speisen: Was ist mir so wichtig, dass ich mit \u00c4rger oder Freude reagiere, wenn ich es vermisse oder sp\u00fcre?<br \/>\nH\u00e4ufig auftretende Werte: Leistung, Erfolg, Selbstbestimmung, Anerkennung, Zuverl\u00e4ssigkeit, Freundschaft, Familie.<\/li>\n<li>Die Wirkung der eigenen Werte antizipieren: In welcher Situation werden mir meine Werte eher nutzen oder eher schaden? Wie f\u00f6rdere ich Nutzen und verhindere Schaden?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Da uns die vorbehaltlose Auseinandersetzung mit uns selbst nicht in die Wiege gelegt ist, braucht dieser Prozess der Selbstkl\u00e4rung oft externe Unterst\u00fctzung. Keinesfalls jedoch f\u00fchrt ein Weg daran vorbei. Versuche, Empathie lediglich als kopfgesteuertes F\u00fchrungsinstrument anzuwenden, gehen schief, denn sie werden schnell als die T\u00e4uschung entlarvt, die sie sind.<\/p>\n<p><strong>Bei anderen<\/strong><\/p>\n<p>Derart bei sich selbst angekommen, geht es schlie\u00dflich darum, emotional bei den Mitarbeitern anzudocken. Das gelingt mi den folgenden drei Schritten zur Einf\u00fchlung in andere Menschen:<\/p>\n<ul>\n<li>Verhalten und Gef\u00fchle beobachten: Wie reagieren andere in welchen Situationen und was sagt das \u00fcber ihre Gef\u00fchle aus?<\/li>\n<li>Gef\u00fchle antizipieren: Welche Gef\u00fchle m\u00f6gen andere angesichts besonderer Situationen haben, z.B. bei bevorstehenden Ver\u00e4nderungen?<\/li>\n<li>Auf die Gef\u00fchle eingehen: Wie w\u00fcrdige ich die Gef\u00fchle anderer und bleibe gleichzeitig bei meinen Zielen?<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Empathie wirkt!<\/strong><\/p>\n<p>Der*die CEO aus dem Eingangsbeispiel w\u00e4re gut beraten gewesen, das Missverh\u00e4ltnis zwischen Motivation und \u00dcberforderung des Teams wahrzunehmen sowie w\u00fcrdigend anzusprechen und zu hinterfragen. Seine \u00c4ngste und seinen \u00c4rger h\u00e4tte er ohne Anklage thematisieren sollen. Damit w\u00e4ren seine Emotionen klargeworden, doch er h\u00e4tte beim Team Verst\u00e4ndnis statt Gegenwehr hervorgerufen. Basierend darauf w\u00e4re es dann leicht gewesen, gemeinsam nach vorne zu schauen \u2013 l\u00f6sungsorientiert statt problemorientiert: Was k\u00f6nnen wir gemeinsam tun, um schneller voranzukommen? Was braucht ihr dazu von mir? Was k\u00f6nnt ihr ohne mein Zutun verbessern? Damit h\u00e4tte sich der Blick f\u00fcr M\u00f6glichkeiten ge\u00f6ffnet statt in der Kritik stecken zu bleiben.<\/p>\n<p>Empathie ist ein m\u00e4chtiges, jedoch viel zu wenig verbreitetes F\u00fchrungswerkzeug mit nachweislich positiver Erfolgsbilanz. Sie f\u00fchrt dazu, dass Menschen sich gesehen, respektiert, gew\u00fcrdigt f\u00fchlen und folglich auch emotional bereit sind, sich einzusetzen und zu entwickeln. Dieses Mehr an F\u00fchrungswirksamkeit ist der entscheidende unternehmerische Nutzen, der ohne Empathie entweder nur zuf\u00e4llig oder \u00fcberhaupt nicht erreicht wird.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.business-punk.com\/2020\/10\/warum-fuehrungskraefte-ihr-team-mit-empathie-leiten-sollten\/\">Quelle<\/a><\/p>\n<p>In unserem\u00a0F\u00fchrungsseminar KURZ &amp; KNAPP\u00a0erfahren Sie alles, was Sie \u00fcber F\u00fchrung wissen m\u00fcssen. In dem 3-t\u00e4gigen Kurs k\u00f6nnen Sie ihr Wissen erweitern und gezielt Ihre St\u00e4rken besser kennenlernen. Zus\u00e4tzlich bietet Ihnen ein 2-st\u00fcndiges Einzelcoaching die M\u00f6glichkeit, das Gelernte zu reflektieren. F\u00fcr einen nachhaltigen Lerneffekt!<\/p>\n<p>Haben wir Sie neugierig gemacht? \u2013\u00a0<u><a href=\"https:\/\/www.eckert-seminare.ch\/fr\/\">www.eckert-seminare.ch<\/a><\/u>\u00a0\u2013 F\u00fcr mehr Erfolg!<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt Situationen in Unternehmen, die spielen sich wie folgt ab: \u201eWenn es mit der neuen Produktgeneration in einem Jahr&#8230;<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":12526,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[149],"tags":[],"class_list":{"0":"post-12531","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-fuehrung"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.eckert-seminare.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12531","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.eckert-seminare.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.eckert-seminare.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eckert-seminare.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eckert-seminare.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12531"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.eckert-seminare.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12531\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12532,"href":"https:\/\/www.eckert-seminare.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12531\/revisions\/12532"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eckert-seminare.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media\/12526"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.eckert-seminare.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12531"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eckert-seminare.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12531"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.eckert-seminare.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12531"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}