{"id":12778,"date":"2021-10-27T06:30:33","date_gmt":"2021-10-27T04:30:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.eckert-seminare.ch\/?p=12778"},"modified":"2021-09-08T13:59:14","modified_gmt":"2021-09-08T11:59:14","slug":"diese-formulierungen-sind-no-gos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.eckert-seminare.ch\/fr\/diese-formulierungen-sind-no-gos\/","title":{"rendered":"Diese Formulierungen sind No-Gos"},"content":{"rendered":"<p>In der Kommunikation lauern viele No-Gos, die harmlos wirken. Trotzdem k\u00f6nnen sie sehr negative Emotionen ausl\u00f6sen. Besonders F\u00fchrungskr\u00e4fte k\u00f6nnen mit unbedachten Formulierungen gegen\u00fcber dem Team schnell unsympathisch oder unprofessionell wirken. Dieser Imageschaden ist sp\u00e4ter nur mit sehr viel Aufwand zu korrigieren. Achte deshalb besser auf folgende No-Gos und erfahre, wie es ganz einfach besser geht.<\/p>\n<h4>No-Gos lauern bereits in der Ansprache<\/h4>\n<p>Chefs verwechseln gerne das \u201eWir\u201c mit dem \u201eIch\u201c. Das ist besonders dann kritisch, wenn du als Chef die Leistung deines Teams pr\u00e4sentierst. Dabei solltest du auf jeden Fall auf die \u201eIch\u201c-Form verzichten. Andernfalls entsteht schnell der Eindruck, dass du dich mit fremden Federn schm\u00fcckst.<br \/>\nAuch eine namentliche Erw\u00e4hnung tut in diesem Beispiel nicht weh und zeigt deine Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr das Team. Das kann dann so klingen: &#8222;Ich bin sehr stolz auf die tolle Leistung des Projektteams. Vielen Dank!&#8220;<\/p>\n<p><strong>No-Go: Verallgemeinerungen\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Folgende Formulierungen hast du bestimmt schon oft geh\u00f6rt:<\/p>\n<ul>\n<li>Das haben wir\u00a0schon immer\u00a0so gemacht.<\/li>\n<li>Das wird\u00a0nie\u00a0funktionieren.<\/li>\n<li>Kein Kunde wird so was\u00a0jemals\u00a0haben wollen!<\/li>\n<li>Ich hab\u00a0noch nie erlebt, dass du p\u00fcnktlich warst.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Aussagen stellen eine plumpe Art der Manipulation dar, da von Einzelf\u00e4llen auf eine gro\u00dfe Masse geschlossen wird. Solche S\u00e4tze sind f\u00fcr dich als Chef zus\u00e4tzlich schwierig, weil sie meistens leicht zu kontern sind. Woher willst du denn eigentlich wissen, ob die Kunden dies und das nicht wollen?<br \/>\nBei solchen Formulierungen kommst du als Chef schnell in Bedr\u00e4ngnis, wenn du diese Behauptungen nicht belegen kannst.<\/p>\n<p>Wie es besser geht: Auch wenn du den Eindruck hast, dass ein Vorhaben unsinnig ist, gilt es diesen Eindruck wertsch\u00e4tzend und respektvoll zu kommunizieren. &#8222;Vielen Dank f\u00fcr den Vorschlag. Allerdings habe ich durch meine letzten Kundenbesuche den Eindruck, dass momentan mehr XY gefragt ist!&#8220;<\/p>\n<h4>No-Go: Aufschieben<\/h4>\n<p>Im Meeting kommt es gerne mal zu spontanen Ideen von Mitarbeitern. Nicht alle passen in die aktuelle Agenda. Schnell antworten Chefs dann:<\/p>\n<ul>\n<li>Nein\u2026 Nicht jetzt.<\/li>\n<li>Das k\u00f6nnen wir\u00a0irgendwann\u00a0mal machen.<\/li>\n<li>Das machen wir\u00a0sp\u00e4ter.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Aber wann ist denn \u201esp\u00e4ter\u201c? Diese Formulierungen sind sehr unpr\u00e4zise und f\u00fchren zu Frust bei den Mitarbeitern, weil sie sich nicht ernst genommen und wertgesch\u00e4tzt f\u00fchlen.<\/p>\n<p>Wie es besser geht: Wenn es im Moment nicht passt, benenne lieber einen festen Termin, um in Ruhe \u00fcber die Ideen deines Mitarbeiters zu sprechen. &#8222;Vielen Dank f\u00fcr die Idee. Allerdings haben wir jetzt den Fokus auf X. Lass uns diesen Punkt gerne heute Nachmittag besprechen. Ich habe ab 15.00h Zeit f\u00fcr dich!&#8220;<\/p>\n<h4>No-Go: Ungenauigkeiten\u00a0 &amp; Konjunktive<\/h4>\n<ul>\n<li>Wir\u00a0m\u00fcssten\u00a0das Thema XY bald mal angehen!<\/li>\n<li>Da\u00a0m\u00fcsste\u00a0man sich mal drum k\u00fcmmern.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ach ja? Wer denn? Und wann? Mit wem? Und wie genau? Diese Formulierung ist f\u00fcr eine F\u00fchrungskraft wirklich ein absolutes No-Go! Sie zeigt, dass der Chef eigentlich keine Ahnung hat, wie er sein Team f\u00fchren soll. F\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte ist es enorm wichtig, die eigenen Entscheidungen pr\u00e4zise und mit einer Priorit\u00e4t zu treffen. Wenn du nicht genau entscheidest, ob, wie, wann und von wem etwas gemacht werden soll, verunsichert das deine Mitarbeiter. Es fehlt ihnen an Orientierung. Sei also so pr\u00e4zise wie m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Wie es besser geht: Ein Konjunktiv wird gerne genutzt, wenn eben aktuell noch nicht klar ist, wie, wann und von wem etwas erledigt werden soll. Das kannst du als Vorgesetzter ruhig offen ansprechen. &#8222;Ja, du hast recht, das ist ein wichtiger Punkt, der verbessert werden muss. Ich habe momentan nur noch keine Idee, wie, wann und von wem das gemacht werden kann.\u00a0(Jetzt kannst du w\u00e4hlen, wie du weitermachen m\u00f6chtest)<br \/>\n<strong>Option 1:<\/strong> Martina, dir ist es ja aufgefallen, was empfiehlst du mir dazu?<br \/>\n<strong>Option 2:<\/strong> Ich mache mir aber bis zu unserem n\u00e4chsten Teammeeting Gedanken, mit welcher Priorit\u00e4t wir das Thema angehen.&#8220;<\/p>\n<h4>Auch Bagatellisieren ist ein No-Go!<\/h4>\n<p>Ein weiteres No-Go in der Kommunikation f\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte sind Bagatellisierungen, die gerne als Antwort auf Sorgen oder Einw\u00e4nde genutzt werden:<\/p>\n<ul>\n<li>&#8222;Ja, das ist aber\u00a0nicht so wichtig.&#8220;<\/li>\n<li>&#8222;Darauf kommt es jetzt nicht an.&#8220;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Mit solchen Aussagen werden die Mitarbeiter nicht ernst genommen. Selbstverst\u00e4ndlich ist in einer Besprechung die Agenda der rote Faden der Diskussion. Trotzdem sind Sorgen und Einw\u00e4nde nicht mit einem Satz aus der Welt geschafft. Erst recht nicht, wenn dieser Satz ein kommunikatives No-Go ist. In der Praxis schlucken Mitarbeiter diesen Bemerkung wie eine Ohrfeige. Sie ziehen sich zur\u00fcck und besprechen ihre Sorgen und Vorbehalte hinter deinem R\u00fccken. Im schlimmsten Fall kippt dadurch sogar die Stimmung im gesamten Team und dein Standing als F\u00fchrungskraft wird stark besch\u00e4digt.<\/p>\n<p>Wie es besser geht: Besser ist es, wenn du den Input wertsch\u00e4tzend aufnimmst und entweder eine Option f\u00fcr ein sp\u00e4teres Gespr\u00e4ch anbietest, oder um Akzeptanz \/ Verst\u00e4ndnis bittest. \u201eIch verstehe, dass du bei dieser Ver\u00e4nderung besorgt bist! &#8230;<br \/>\n<strong>Option 1:<\/strong> Lass uns das gerne heute ab 15.00h besprechen. Ich komme dann zu dir!<br \/>\n<strong>Option 2<\/strong>: Bitte versuch dich trotz deiner Zweifel erstmal darauf einzulassen und probiere den neuen Weg aus!&#8220;<\/p>\n<p>Sei gespannt auf Teil 2 der Reihe No-Gos am 10. November<\/p>\n<p>F\u00fcr weitere Tipps besuche uns auf <a href=\"http:\/\/www.eckert-seminare.ch\/fr\/\">www.eckert-seminare.ch<\/a> &#8211; F\u00fcr mehr Erfolg!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/theyoungprofessional.de\/diese-formulierungen-sind-absolute-no-gos?xing_share=news\">Quelle<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Kommunikation lauern viele No-Gos, die harmlos wirken. Trotzdem k\u00f6nnen sie sehr negative Emotionen ausl\u00f6sen. 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