{"id":14869,"date":"2024-01-10T08:00:00","date_gmt":"2024-01-10T07:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.eckert-seminare.ch\/?p=14869"},"modified":"2023-09-23T14:54:50","modified_gmt":"2023-09-23T12:54:50","slug":"bericht-fuehrung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.eckert-seminare.ch\/fr\/bericht-fuehrung\/","title":{"rendered":"Diese F\u00fchrungstrends ver\u00e4ndern die Unternehmenswelt radikal"},"content":{"rendered":"<p><strong>Leadership entwickelt sich st\u00e4ndig weiter, denn gesellschaftliche Ver\u00e4nderungen verlangen nach neuen Perspektiven. Sechs Experten verraten, welche F\u00fchrungstrends die Unternehmenswelt ver\u00e4ndern.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Alles ist in st\u00e4ndiger Ver\u00e4nderung \u2013 auch die Unternehmenswelt. Gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen sorgen daf\u00fcr, dass F\u00fchrungskr\u00e4fte sich neue F\u00e4higkeiten aneignen m\u00fcssen und auch Perspektiven infrage stellen. So wird vielerorts die Arbeit ortsunabh\u00e4ngiger, junge Nachwuchskr\u00e4fte fordern zudem zeitgem\u00e4\u00dfere Handlungs- und Denkweisen ein und auch der Fachkr\u00e4ftemangel verlangt mehr Flexibilit\u00e4t auf der Arbeitgeberseite. Wir haben F\u00fchrungstrainerinnen, Managerinnen und Manager sowie einen Wirtschaftswissenschaftler gefragt, welche F\u00fchrungstrends die Welt nachhaltig auf den Kopf stellen. Dazu z\u00e4hlt, dass F\u00fchrung weiblicher wird und dass Chefinnen und Chefs sich verst\u00e4rkt um nachhaltige Mitarbeiterf\u00fchrung k\u00fcmmern m\u00fcssen. Sechs Expertinnen und Experten verraten, was noch.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dezentralit\u00e4t: \u201eGleiche Ausgangslage f\u00fcr alle\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Von Carolin Lessoued, Gr\u00fcnderin und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin von Openers<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wer New Work leben will, muss an den Stellschrauben drehen \u2013 infrastrukturell, technologisch, kulturell. Wir haben verstanden, dass unsere Mitarbeitenden nur dann von \u00fcberall verantwortungsbewusst und effizient arbeiten k\u00f6nnen, wenn wir ihnen neben unserem Vertrauen in ihre Arbeit und den gemeinsam definierten Regeln im Umgang mit dem \u201eDigitalen Anderen\u201c auch die richtigen Tools an die Hand geben \u2013 die Implementierung eines Workflow-Managements ist das A und O. Mit Work from Home und Remote Work werden die Systemfehler erst richtig erkennbar, beispielsweise schlechtes&nbsp;<a href=\"https:\/\/t3n.de\/tag\/management\">Management<\/a>, fehlender Headcount, schlechte Briefings oder auch schlicht und einfach die falsche Anzahl an Meetings. Die letzten Monate haben uns gezeigt, wo wir noch Potenziale haben. Das ist oft unbequem, da einmal etablierte Prozesse mit gro\u00dfer Anstrengung wieder neu gedacht werden m\u00fcssen, aber der Schulterblick lohnt sich. Wichtig f\u00fcr eine ausgereifte New-Work-Kultur ist f\u00fcr uns auch die Ausstattung, sowohl was Tools als auch die Technik angeht. Bedeutet im Umkehrschluss auch, dass f\u00fcr Kolleginnen und Kollegen, die nicht \u00fcber eine ausreichende IT zu Hause verf\u00fcgen, gesorgt werden muss. Die gleiche Ausgangslage f\u00fcr alle muss Priorit\u00e4t haben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Diversit\u00e4t: \u201eF\u00fchrung ist keine M\u00e4nnersache\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Von Philip Meissner, Wirtschaftswissenschaftler und Professor der ESCP Europe<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Taiwan, Neuseeland, Finnland, Island, D\u00e4nemark und Deutschland haben alle zwei Dinge gemeinsam. Alle L\u00e4nder haben eine weibliche Regierungschefin und sind bislang sehr gut durch die Coronakrise gekommen. Zufall? Ich denke nicht. Psychologische Forschung zeigt, dass Frauen weniger zu Denkfehlern wie Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung neigen als M\u00e4nner. Das kann gerade in Krisenzeiten helfen, bessere Entscheidungen zu treffen. Warum ist F\u00fchrung also noch M\u00e4nnersache? Der k\u00fcrzlich erschienene Bericht der Allbright Stiftung zeigt, dass weniger als sieben Prozent der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden in Familienunternehmen tats\u00e4chlich Frauen sind. Bei b\u00f6rsennotierten Unternehmen ist die Quote mit zw\u00f6lf Prozent ebenfalls miserabel. Die Coronakrise hat gezeigt, wie schnell alte Rollenmuster wiederkehren. In Krisen- und Strategiest\u00e4ben der Unternehmen finden sich oft nur M\u00e4nner. SAP entscheidet sich im Zweifel gegen Jennifer Morgan. Wir k\u00f6nnen uns diesen bequemen Status quo als Gesellschaft nicht mehr leisten. Eine aktuelle Umfrage von Handelsblatt und Stepstone hat gezeigt, dass 75 Prozent der Befragten diverse F\u00fchrungsteams gerade in Krisenzeiten f\u00fcr wichtig erachten. Und das zu Recht. Frauen haben einen positiven Effekt auf die Profitabilit\u00e4t von Unternehmen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vertrauen: \u201eMicro-Management funktioniert nicht\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Von Inga H\u00f6ltmann, Journalistin und Gr\u00fcnderin der Accelerate Academy<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Loszulassen ist eine F\u00fchrungsf\u00e4higkeit, die immer wichtiger werden wird im Umgang mit Mitarbeitenden. Das haben die vergangenen Monate gezeigt: Die Zeit der gemeinsam abgesessenen Arbeitsstunden im B\u00fcro ist vorbei. Wir arbeiten zunehmend zeit- und ortsflexibler und das hei\u00dft f\u00fcr jede F\u00fchrungskraft, dass sie anders handeln und vor allem Vertrauen schenken muss. Micromanagement funktioniert immer weniger, je mehr Kontrolle ausge\u00fcbt werden muss. \u201eEnges F\u00fchren\u201c haben wir das fr\u00fcher manchmal allzu euphemistisch genannt. Doch jetzt ist Vertrauen angesagt: Jetzt k\u00f6nnen und m\u00fcssen Manager und Managerinnen zeigen, ob sie das k\u00f6nnen. Dadurch entstehen R\u00e4ume, die gef\u00fcllt werden wollen. Neue F\u00fchrungschancen gehen auf und wo sich Hierarchie darauf zur\u00fcckzieht, m\u00fcssen wir sie mit einer neuen Art des Managements f\u00fcllen: selbstverantwortlich, transparent, digital \u2013 und das durch Mitarbeitende und F\u00fchrungskr\u00e4fte gleicherma\u00dfen. Diese multidirektionale F\u00fchrung auf Augenh\u00f6he, die gepr\u00e4gt ist von Werten und die Lust auf Ver\u00e4nderung hat, nenne ich schlicht Digital Leadership. Und das ist f\u00fcr mich die einzige Art der F\u00fchrung, mit der es uns gelingen wird, erfolgreich in einer VUCA-Welt (Volatilit\u00e4t, Unsicherheit, Komplexit\u00e4t, Mehrdeutigkeit) zu bestehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Weiterbildung: \u201eVirtuelle Trainings sind akzeptiert\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Von Katrin Grunwald, F\u00fchrungskr\u00e4fte-Trainerin bei The Globe Team<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>L\u00f6ste das Angebot, ein F\u00fchrungskr\u00e4ftetraining oder Teamentwicklungsworkshop komplett live in virtuellen R\u00e4umen durchzuf\u00fchren, vor sechs Monaten noch gro\u00dfes Kopfsch\u00fctteln aus, so hat sich das inzwischen ver\u00e4ndert. Wie ich in der Zusammenarbeit mit Kunden in den letzten Monaten festgestellt habe, hat sich das Bild im Bereich der digitalen Weiterbildung enorm gewandelt: Fr\u00fcher galt Weiterbildung nur dann als wertig, wenn man vor Ort in einem Raum sa\u00df. Doch das hat sich binnen der letzten Monate aufgrund positiver Erfahrungen in der virtuellen Arbeit ge\u00e4ndert. Meine Beobachtung hat sich zudem auch anderorts best\u00e4tigt. Wie ich einem Whitepaper von Linkedin k\u00fcrzlich entnahm, soll der Trend erkennbar sein, dass sowohl Managerinnen und Manager als auch Personalabteilungen es sch\u00e4tzen, dass F\u00fchrungskr\u00e4fte sich in \u201eVirtual Instructor-Led-Trainings (VILT)\u201c mit einem f\u00fcr sie \u00e4hnlichen Mehrwert wie beim Vor-Ort Training weiterbilden k\u00f6nnen \u2013 und das auch noch bei wesentlich niedrigeren Kosten durch das Wegfallen unter anderem von Reiseausgaben. 66 Prozent der von dem Karrierenetwerk befragten Personaler gaben an, dass sie davon ausgehen, in Zukunft mehr f\u00fcr VILT auszugeben im Vergleich zu 2019.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nachhaltigkeit: \u201eGute F\u00fchrung k\u00fcmmert sich\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Von Andreas Lenz, Gr\u00fcnder und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von t3n<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wer an Nachhaltigkeit denkt, dem gehen vor allem Gedanken zur Klimafrage durch den Kopf. Nachhaltige Unternehmensf\u00fchrung wird nicht mehr allein mit \u00f6konomischen, sondern auch \u00f6kologischen Zielen in Verbindung gebracht. Das allein ist schon ein Megatrend. Zu einem nachhaltigen Wirken geh\u00f6rt jedoch auch der Blick auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Oder anders ausgedr\u00fcckt: Es geht nicht nur darum, Ressourcen nicht zu verbrauchen, es geht auch darum, Menschen nicht zu verbrennen, wie es in vielen Unternehmen leider immer noch getan wird. Um zum einen die Arbeitsf\u00e4higkeit und zum anderen die Motivation zu erhalten, m\u00fcssen F\u00fchrungskr\u00e4fte sich k\u00fcmmern \u2013 und zwar nicht nur in Form eines hohen Gehalts. Um ersteres zu adressieren, braucht es auch ein vern\u00fcnftiges Gesundheitsmanagement. Wir sorgen insofern daf\u00fcr, dass Mitarbeitende nicht nur gesund essen k\u00f6nnen, sondern dass sie auch durch zugebuchte Yogakurse oder Achtsamkeits-Coachings etwas f\u00fcr sich tun. Um letzteres zu adressieren, arbeiten wir konstant an einem guten Teamgef\u00fcge, veranstalten Mitarbeiterevents sowohl w\u00e4hrend als auch au\u00dferhalb der Arbeitszeit. Denn wer sich zugeh\u00f6rig f\u00fchlt, bringt sich selbst auch leidenschaftlicher ein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Eigenverantwortung: \u201eNur so ist Erfolg m\u00f6glich\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Von Birte Hackenjos, CEO der Haufe Group<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Manchmal wird aus einem Trend eine Notwendigkeit: wenn etwa die lang diskutierte Digitalisierung durch Krisen die Gewohnheiten deutscher Unternehmen umkrempelt oder Absatzm\u00e4rkte \u00fcber Nacht wegbrechen. Unternehmen m\u00fcssen dann in der Lage sein, sich anzupassen und zugleich den Wandel aktiv zu steuern. Hier ist F\u00fchrung, die gestaltet und Raum f\u00fcr dynamische Entwicklungen zul\u00e4sst, ein wesentlicher Faktor, an dem sich die Zukunftsf\u00e4higkeit entscheidet. Denn um Zukunft bestm\u00f6glich zu gestalten, braucht es menschliche Vielfalt und eine Unternehmenskultur, die Individualit\u00e4t f\u00f6rdert: \u201eGemeinsames Neues\u201c und Raum f\u00fcr Probleml\u00f6sungsf\u00e4higkeit kann sich erst dort entfalten, wo jede und jeder Einzelne werden darf, wer sie oder er sein will und wo die verschiedenen Kompetenzen und St\u00e4rken an den Stellen eingebracht werden, an denen bestm\u00f6glich gestaltet werden kann. Verantwortung liegt dann besonders dort, wo das meiste Wissen steckt, bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern selbst. Eine gute F\u00fchrungskraft muss in dieser Arbeitswelt vielmehr begleitender Coach des gesamten Organismus im Unternehmen sein \u2013 einem flexiblen Netzwerk, bestehend aus agilen, selbstorganisierten Teams. Nur so ist Erfolg und Umgang mit stetiger Ver\u00e4nderung m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.xing-news.com\/reader\/news\/articles\/3407743?ctid=WyI2MWQzYmZiMy02ZDU2LTQzMTAtOTc1NS02NWQyOTBmMjYwZTUiLCKOMzMwIixbMzQxMzAwNywzNDA3NzQzLDM0MTMwNDQsMzQxMzAxMiwzNDEzMDQzLDM0MTA2NDksMzQxMzAxMCwzNDAyOTE2XSxudWxsLG51bGwsbnVsbF0&amp;link_position=front_page&amp;toolbar=true&amp;top_articles_id=385010&amp;xng_share_origin=iphone\">Quelle <\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leadership entwickelt sich st\u00e4ndig weiter, denn gesellschaftliche Ver\u00e4nderungen verlangen nach neuen Perspektiven. 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