Im Umgang mit Mitarbeitern und Kunden ist die Stimme eines der wichtigsten Werkzeuge. Doch was, wenn niemand zuhört? Wie Sie sich durch bewusstes Sprechen Gehör verschaffen.

Sie stehen vor Ihren Mitarbeitern und erzählen von einem Kunden, der ganz besondere Wünsche hat. Auf die müssen alle ab jetzt unbedingt achten, denn der Kunde ist wichtig. Während Sie sprechen, sehen Sie, wie der Blick eines Mitarbeiters ziellos durch den Raum wandert. Ein anderer schaut auf sein Handy, ein Dritter spielt mit einem Kugelschreiber. Sie merken: Niemand hört Ihnen zu.

Diese Situation kennen viele Chefs. Julian Treasure, Autor von „How to be Heard: Secrets for Powerful Speaking and Listening“, hat in seinem TED-Talk zusammengefasst, wie man sich Gehör verschafft. Sowohl durch die Art zu Sprechen als auch durch das, was man sagt.

So machen Sie es besser

Treasure hat jedoch auch drei Lösungen parat, um diese Todsünden zu vermeiden:

Ehrlichkeit

Bringen Sie Ihre Botschaft auf den Punkt: korrekt, klar und deutlich.

Wohlwollen

Das Wohlwollen ist wichtig, weil absolute Ehrlichkeit alleine nicht immer zielführend ist. Aus „Sie haben alle einen unterirdischen Job gemacht!“ wird dann „Ich habe gemerkt, dass Sie einige Probleme hatten – lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten.“

Authentizität

Wenn Sie sich beim Sprechen nicht verstellen, sondern einfach Sie selbst sind, ist schon viel gewonnen. Menschen merken, wenn sich jemand so gibt wie er ist – und wenn nicht.

Sprechen Sie also immer ehrlich, authentisch und wohlwollend mit anderen – und jeder hört Ihnen zu.

Betonung, Tempo, Stille

Laut Treasure kommt es nicht nur darauf an, was man sagt, sondern auch darauf, WIE man spricht. Dabei wirke eine tiefe Stimme, die aus dem Bauch kommt, autoritärer als eine hohe, die aus der Brust kommt.

Auch mithilfe von Lautstärke können Sie sich Gehör verschaffen. Sprechen Sie bei besonders wichtigen Themen sehr leise. Dadurch sind die Zuhörer dazu gezwungen, sich zu konzentrieren und aufzupassen. Außerdem stellen sie Nachfragen, wenn sie etwas nicht gehört oder verstanden haben. Wenn Sie nicht gern leise sprechen: Ihre Zuhörer können Sie auch nicht ignorieren, wenn Sie sehr laut sprechen.

Wer aufgeregt ist, spricht automatisch schneller. Das ist natürlich, macht es anderen aber schwerer, zuzuhören. Versuchen Sie, Ihr Tempo zu drosseln, auch wenn Sie von dem Thema begeistert sind. Betonen Sie stattdessen die Dinge, die Ihnen wichtig sind.

Treasures Geheimwaffe, wenn Sie merken, dass Ihre Zuhörer unaufmerksam sind: Stille. Er sagt: „Wir müssen Pausen nicht mit „ähm“ füllen. Stille kann sehr wirkungsvoll sein.“

Quelle

Brauchen Sie Hilfe dabei? – www.eckert-seminare.ch – Für mehr Erfolg!