5.Fakenews und Verschwörungstheorien 

Die Sache mit der (vermeintlichen) Wahrheit, ist ein vieldiskutiertes Thema der vergangenen Tage. Wieviel Vorsicht ist richtig? Handeln wir zu zögerlich? Gerade die Fakten- und Informationslage zum Coronavirus, ändert sich praktisch stündlich. Auch im Büro wird viel darüber diskutiert werden. Man kommt ja auch gar nicht mehr an dem Thema vorbei. In solchen Diskussionen, sollte man aber vielleicht nicht, mit wilden Verschwörungstheorien um die Ecke kommen. Genauso ist die Behauptung , alles Mögliche sei „Fakenews“ , einer Versachlichung nicht hilfreich. Vielmehr sorgt ihr mit solchen Theorien für Anspannung unter euren Mitarbeitern. Natürlich hat jeder so seine „eigene Wahrheit“. Als authentische Chefs  solltet ihr ja auch nicht immer, mit eurer wirklichen Meinung hinter dem Berg halten. Aber es bedarf schon ein gewisses Augenmaß, was die Verbreitung von Theorien anbelangt.

6.Belächeln 

Schließt an den Punkt der Selbstüberschätzung an, ist aber noch schlimmer. In diesem Fall nehmt ihr die Sorgen eurer Mitarbeiter ganz aktiv nicht ernst. Manche Chefs machen sich z.B. darüber lustig, wenn Teile der Belegschaft nun schon bei dem kleinsten Schnupfen zuhause bleiben. Ihr könnt natürlich dazu stehen wie ihr wollt, aber den Mitarbeitern zu vermitteln, dass ihr sie nicht ernst nehmt, wird das Verhältnis in jedem Fall verschlechtern. Ihr verunglimpft diejenigen, die in dieser Situation verunsichert sind.

7.Verurteilen

Die Verschärfung des Belächelns. In diesem Fall sprecht ihr wirklich schlecht über Mitarbeiter, die z.B. aus Vorsichtsmaßnahmen zuhause bleiben. Auch generell ist dieses Verhalten von Führungskräften ganz übel. Schlecht über sein Team und die Abteilung sprechen, ist quasi der Worstcase!

Wie es besser geht

Nachdem wir hier jetzt 7 No-Gos aufgezählt haben, wollen wir euch an dieser Stelle aber auch ein paar Tipps geben, wie ihr einen besseren Umgang mit der Krise finden könnt.

  1. Die Lage ernst nehmen

Dieser Tipp ist sicherlich schon durch die No-Gos klar geworden. Egal wie ihr zu der Coronakrise steht: Gerade auch im beruflichen Kontext, ist sie ernst zu nehmen! Akzeptiert also einfach, dass das Thema in der Gesellschaft angekommen ist.

  1. Besonnenheit und Ruhe ausstrahlen

Krisen sind außergewöhnliche Situationen. Gerade in einer solchen Krise, seid ihr als Ruhepol gefragt. Das was ihr ausstrahlt, überträgt sich auch auf eure Mitarbeiter.

  1. Miteinander sprechen und zuhören

Gestaltet sich momentan nicht immer einfach (wegen dem vielen Homeoffice) , sollte aber auch jetzt nicht vernachlässigt werden. Die Mitarbeiter haben vielleicht einiges auf dem Herzen, was sie mit Kollegen und auch mit euch als Führungskraft besprechen möchten. Henryk Lüderitz hat da ein konkretes Beispiel:

 Man sollte z.B. schauen, wie ihr als Unternehmen die Kinderbetreuung regeln könnt. Das sollte genau auf die individuellen Bedürfnisse Einzelner abgesteckt sein.“

Aber auch einfach die Sorgen der Mitarbeiter ernst zu nehmen, ist in dieser besonderen Situation wichtig. Wenn sich also jemand den ganzen Tag über das Coronavirus informiert, solltet ihr auf denjenigen zugehen und fragen, was ihn/sie konkret beschäftigt. Gibt es also bspw. Vorerkrankungen in Familie oder Freundeskreis? Damit ignoriert ihr das Problem nicht, sondern nehmt eure Mitarbeiter konkret ernst!

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Quelle