Die Corona-Krise hat nicht nur die Denkweise eines jeden Individuums geändert, sondern auch die gelebte Kultur in Unternehmen. Genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt für ein Umdenken, für ein neues Miteinander.

Früher machte Arbeit körperlich krank, heute psychisch

Der eigene Job hat für viele große Bedeutung, er stiftet Sinn, gibt Struktur und sozialen Halt. Und doch macht er zunehmend auch immer mehr junge Menschen krank.

Seit 2004 haben die Krankheitstage aufgrund psychischer Erkrankungen um nahezu 71,9 Prozent zugenommen, so die Soziologin Prof.in Dr.in Heike Ohlbrecht. Eine repräsentative Umfrage aus 2017 zur Häufigkeit von Burnout in Österreich zeigt, dass besonders auch unter 30-Jährige betroffen sind. Doch wie wollen wir eigentlich arbeiten?

Ganz konkret wünschen sich viele (vor und während der Corona-Krise) eine offene, wertschätzende Kommunikation mit der Führungskraft, ein gutes Teamklima, Mitgestaltungsmöglichkeiten und sinnvolle Aufgaben, Mitsprache wie, wann und wo sie arbeiten wollen, weniger Kontrolle und mehr Vertrauen, Unterstützung bei der persönlichen Weiterentwicklung. Wir brauchen also Rahmenbedingungen, die uns nicht hindern, sondern fördern!

„Schönes Leben anstatt Reichtum“

Das wünschten sich auch die SchülerInnen eines Wiener Gymnasiums. Sie forderten vor allem eine respektvolle und visionäre Führungskraft und einen sicheren Arbeitsplatz, der ihnen eine gute Lebensqualität mit ausgewogener „Work-Life-Balance“ und Wohlbefinden ermöglicht.

Wie kann eine neue Arbeitskultur in Zukunft aussehen? Welche Visionen, Ideen und Konzepte gibt es? Die skandinavische Arbeitskultur ist hier eine spannende Inspirationsquelle: Eine andere Vertrauens-, Fehler- und Leadershipkultur ist in den nordischen Ländern vorherrschend. Die Rolle der Führungskraft ist es, den Rahmen zu schaffen, damit die MitarbeiterInnen autonom ihre Aufgabenstellungen erledigen und eigene Ideen umsetzen können. Grundlegend dafür ist eine Arbeitskultur, die nicht von Kontrolle und Einschüchterung geprägt ist.

Eine junge Österreicherin, die in Kopenhagen für ein dänisches Start-up arbeitet, beschreibt es so: „In Dänemark wird nicht kontrolliert, sondern Vertrauen geschenkt. Es gibt eine Offenheit für Neues. Die Menschen haben keine Angst Fehler zu machen, denn sie werden allgemein als Chance für die Weiterentwicklung gesehen.“

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