«Je höher jemand aufsteigt, desto weniger weiss er von seinen Gefühlen», sagt der deutsche Psychiater Christian Peter Dogs im Interview für Der Bund.

Um zu in eine hohe Position zu kommen, braucht ein Manager ein dickes Fell. Aber was für Konsequenzen hat das für sein privates Leben? Und für seine Person?

Der Preis der Topmanager für ihre Positionen bezahlen müssen, ist enorm, die meisten verlieren ihre emotionale Identität, existieren als Privatperson gar nicht mehr. Dogs berichtet, wie er beim Leiten eines Seminars die Manager in einem Kreis sitzen lässt und ihnen den Auftrag gibt sich in der Runde vorzustellen, ohne ihre berufliche Funktion zu erwähnen. Die Manager sind vor dieser Aufgabe überfordert, weil kaum einer sagen kann, was er ist ausser dem, was er tut.

Viele Manager sind sich gar nicht bewusst, dass sie die chronischen Konflikte, die durch die Unterdrückung von Emotionen entstehen, ins Beruf- und Privatleben mitschleppen. «Es gibt keine schlechten Gefühle ausser jenen, die man verdrängt» sagt Dogs. «Jede Entscheidung ist emotional geprägt, und je besser wir unsere Emotionen kennen, desto besser fallen unsere Entscheidungen aus – weil wir dann wissen, in welcher Stimmung wir gute Entscheidungen treffen können. Man sollte nie unter emotionalem Stress Wichtiges entscheiden, doch genau das machen Manager ständig».

Um die Lebensqualität zu steigern, rät Dogs ausschalten zu lernen, sei es durch Reizentzug oder durch mediales Fasten, oder anders gesagt: das Smartphone öfters weglegen.

 

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