Wie die Corona-Krise unsere Art zu arbeiten nachhaltig verändern wird (1/3)

Viele sind auf unabsehbare Zeit im Homeoffice. Was sich schon jetzt abzeichnet: Wir können nicht einfach wieder zurück ins Büro.

Videokonferenzen in Hoodie und Jogginghose, glühende Telefone und Mail-Postfächer: Die Schweiz ist im Homeoffice. Jaja, natürlich nicht die ganze Schweiz – Heimarbeit ist längst nicht in allen Berufen möglich. Doch selbst Unternehmen, die schon längst Homeoffice hätten einführen können und dem Ganzen bisher skeptisch gegenüberstanden, werden durch das Coronavirus dazu gebracht, ihre Teams von zu Hause aus arbeiten zu lassen.

Durch die aktuelle Situation wird sich das Leben, wie wir es bisher kannten, nachhaltig verändern. Auch im Job. Die Art, wie wir arbeiten, bewegt sich derzeit ein ganzes Stück, es tun sich notgedrungen Möglichkeiten auf. Und das lässt sich nicht wieder umkehren.

Tele- und Videokonferenzen, gegen die sich die meisten Kollegen immer gewehrt hatten, stellten sich als durchaus praktikabel und produktiv heraus … Das Homeoffice wurde für Viele zu einer Selbstverständlichkeit – einschließlich des Improvisierens und Zeit-Jonglierens, das damit verbunden ist.“

Deshalb geht’s jetzt plötzlich doch

Die Arbeitgeber/-innen, die sich bislang vehement gegen das Konzept Homeoffice gesträubt haben, taten das oft mit ähnlichen Begründungen: komplizierte Technik, komplizierte Gesetze, komplizierte Abläufe. Das ist auch alles berechtigt. Aber jetzt geht es trotz allem ganz plötzlich doch irgendwie. Die könnte definitiv darauf hindeuten, dass die meisten der bisher angeführten Gründe gegen Arbeit im Homeoffice eher Vorwände waren. Es war für viele Unternehmen bisher einfacher, am altbekannten Arbeitsmodell festzuhalten und sich nicht umzustellen.

Natürlich geht Arbeit im Homeoffice durchaus mit diversen Herausforderungen einher: das Verwischen der Grenze zwischen privat und beruflich, soziale Isolation, keine ausreichenden Erholungsphasen, Kommunikationsprobleme, technische Schwierigkeiten, Datenschutz – um nur einige zu nennen.

Daneben hängt es auch von der Persönlichkeit ab, wie gut jemand im Homeoffice arbeiten kann. Nicht für alle ist die mobile Arbeit ein Erfolgsmodell. Ideal sind laut Forschung etwa zwei Tage Homeoffice pro Woche, dann steigen Produktivität und Wohlbefinden. Dennoch wird sich die Art, wie wir arbeiten, perspektivisch verändern. Wie sehr und wie nachhaltig – also inwieweit wir nach der Corona-Krise mobile Arbeit als mögliche Arbeitsform für viele Beschäftigungsgruppen anerkennen, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

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